Parkett, Teppich & Co.: So bleibt der Boden wirklich sauber!

Egal ob Schmutz von Straßenschuhen oder Wein- und Saftflecken: Fußböden müssen einiges an Strapazen aushalten. Dabei soll der Bodenbelag dauerhaft schön aussehen – vor allem, wenn es sich um einen geklebten Bodenbelag handelt. Schließlich hat dieser für lange Zeit großen Einfluss auf die Optik des Raumes, und niemand will ihn alle paar Jahre austauschen müssen. Die richtige Pflege hängt vom Belag selbst, aber auch von der Art seines Einbaus ab. Die IBK (Initiative "Boden kleben") hat einige Tipps in petto, wie sich geklebte Bodenbeläge optimal pflegen lassen.

Sauberlaufzone einrichten

Der Vorteil fest verklebter Bodenbeläge: Sie halten Intensivreinigungen stand. Bei lose verlegten Oberböden entstehen im Rahmen einer solchen Säuberung oft Schrumpfungen oder Wellenbildungen. Zudem kann Reinigungsflotte unter den Belag gelangen und zu Verkeimung oder gar Schimmelbildung führen. Selbst Staubsaugen kann bei lose liegenden Teppichböden durch ständiges Festsaugen zu einem Kraftakt ausarten.

Werden Fußböden wie Textil-, PVC-, Vinyl-Design- oder Linoleumbeläge dagegen professionell verlegt, erhält der Kunde vom Handwerker eine Reinigungs- und Pflegeanleitung. Wer die darin enthaltenen Hinweise berücksichtigt, sichert die lange Lebensdauer des Bodenbelags. Um Straßenschmutz vorzubeugen, empfiehlt sich eine Sauberlaufzone: größere Fußmatten im Eingangsbereich fangen Grobschmutz ab, bevor er zum Bodenbelag gelangt. Durch Staubsaugen lässt sich loser Schmutz von allen Belägen beseitigen.

Teppich reinigen

Bei Teppichböden erreichen Sauger mit Rotationsbürsten selbst tiefersitzenden Schmutz. Leichte Verunreinigungen und Flecken lassen sich meist mit handwarmen Wasser und weißem Baumwoll- oder Mikrofasertuch entfernen. Hartnäckigere Flecken erfordern Spezialmittel aus dem Fachhandel. Wichtig: Den Reiniger immer auf das Tuch, nicht direkt auf den Teppichboden aufbringen und die Behandlung „tupfend“ oder „drehend“ vom Fleckenrand aus nach innen durchführen.

Für die flächige Reinigung von Textilbelägen gibt es viele Verfahren – von der Schaum- über die Pulverreinigung bis hin zur Sprühextraktion, bei der Reinigungsflotte mit hohem Druck auf den Boden aufgesprüht und sofort wieder abgesaugt wird. Welches Vorgehen sinnvoll ist, steht in der Reinigungsanleitung.

Vinyl, Parkett und Laminat pflegen

So genannte Designböden aus Vinyl sind sehr pflegeleicht, weil sie mit speziellen, robusten Oberflächen ausgerüstet sind. Sie lassen sich meist mit Fußboden- oder PU-Reinigern relativ einfach sauber halten. Ab und an kann eine Intensivsäuberung erforderlich werden. Der Belag wird dabei mit hochwirksamem Grundreiniger bearbeitet, um alte Pflege- und Schmutzschichten zu entfernen und die Basis für eine Neueinpflege zu schaffen. Reiniger sollten keine Lösemittel enthalten, denn die führen oft zu Verfärbungen. Scheuermilch und -pulver können den Belag beschädigen.

Vor allem auf Parkett und Laminat kann grober Schmutz wie Schleifpapier wirken. Etwa Splitt und Steinchen aus den Profilsohlen der Schuhe. Um Kratzer zu vermeiden, sollten Bewohner die Beläge regelmäßig absaugen und nebelfeucht mit Parkett- beziehungsweise Laminatreiniger wischen. Wasserpfützen und Putzmittellachen sind zu vermeiden, um keine Materialquellungen auszulösen.

Fazit

Wie pflegeleicht Fußböden sind, entscheidet vor allem ihr Aufbau: Vollflächig verklebte Bodenbeläge können nicht von Wasser unterwandert werden und zeigen keine nennenswerten Dimensionsänderungen durch Reinigungsflotten. Indem sie „dichthalten“ und fest mit dem Untergrund verbunden sind, gelingen sogar Intensivreinigungen mit Spezialmaschinen einfach und effektiv.

 

Bildquelle: IBK – Initiative Bodenbeläge kleben / FEB - DLW Flooring

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