Infrarotheizung – jetzt auch per App steuern!

Eine Infrarotheizung ist neben Öl, Gas oder Pellets eine weitere Alternative für Bauherren und Hausbesitzer, um die eigenen vier Wände mit behaglicher Wärme zu versorgen. Der neueste Clou dabei: Moderne Anlagen lassen sich jetzt auch per App steuern! Die Anschaffung sollte aber wohl überlegt sein. Denn das Infrarot im Namen mag Laien schnell darüber hinwegtäuschen, dass hier elektrischer Strom für die Wärmegewinnung genutzt wird. Allerdings: Infrarotheizungen funktionieren anders als der klassische Heizlüfter, den jeder Heimwerker aus dem Baumarkt kennt.

Das Funktionsprinzip von Infrarotheizungen ähnelt dem der Sonne. Die von den Heizpanelen ausgehende Wärmestrahlung erwärmt die angestrahlten Gegenstände, also auch den menschlichen Körper, Möbel und Wände. Es wird anders als bei klassischen Heizkörpern nicht die Luft schichtweise erwärmt (Konvektion), sondern Wärme unmittelbar auf die umgebenden Körper abgegeben. Deswegen kommt die Technik etwa auch in der Industrie zum Einsatz (Lager- und Produktionshallen), wo die Erwärmung per Konvektion unwirtschaftlich wäre, weil sich die erwärmte Luft etwa unter dem Hallendach sammeln würde. Aber Vorsicht: Die Heizpanele werden über 80 Grad heiß.

Vorteile der Infrarotheizung

Infrarotheizungen lassen sich ohne Schmutz und mit geringem Aufwand installieren. Je nach Modell genügt bereits eine Steckdose in der Nähe. Die Heizpanele sind recht flach und werden in vielen Gestaltungsvariationen angeboten. Sie sehen gar nicht aus wie Heizkörper und lassen sich somit in jedes Raumkonzept übernehmen. Es gibt sogar Modelle, die als Wandtafel eingesetzt werden können. Ein Vorteil für Allergiker: Die Panele sind glatt, es setzt sich kein Staub daran ab, der beim Heizen hochgewirbelt werden könnte. Zudem sind die Heizelemente pflegeleicht und einfach zu reinigen. Schließlich ist der gegenüber anderen Heizungen geringere Anschaffungspreis zu betrachten.

Der Einbau kann üblicherweise auch von Laien und ambitionierten Heimwerken vorgenommen werden. Und die Installation eines (teuren) Heizkessels oder Brenners ist nicht notwendig. Damit eignen sich Infrarotheizungen auch sehr gut für Objekte, die nur gelegentlich bewohnt und beheizt werden müssen, zum Beispiel das Ferien- oder Gartenhaus.

Im Smart Home angekommen

Infrarotheizungen nutzen zur Wärmeerzeugung elektrische Energie. Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren jedoch stark angestiegen – eine Entwicklung, die sich eher fortsetzen dürfte. Wer zudem auf eine nachhaltige Art der Stromerzeugung setzt, wird für die Wärmegewinnung den noch teureren Ökostrom beziehen wollen. Ein Dilemma!

Hier sind also Maßnahmen gefragt, um den Stromverbrauch zu senken und ein gezielteres Heizverhalten zu erlauben. Das Unternehmen easyTherm, das seit vielen Jahren Infrarotheizungen herstellt, bietet inzwischen für seine HighControl-Serie die Steuerung der Heizung per App und dem Internet an. So kann die Heizung z.B. auf dem Heimweg von unterwegs eingeschaltet oder die Temperatur geregelt werden. Bei Ankunft erwartet den Nutzer dann schon Wärme und Behaglichkeit.

Wärmebedarf genau berechnen

Wer die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage plant, und über eine Infrarotheizung nachdenkt, sollte genau kalkulieren und seinen Wärmebedarf ggf. von einem Fachmann ermitteln lassen. Denn für eine wirtschaftliche Betrachtung müssen alle Komponenten in die Kalkulation einfließen – also nicht nur die reinen Heizkosten, sondern auch die Anschaffung und Installation von Brenner und Heizkörper sowie die Wartungskosten. Erst dann kann vernünftigerweise entschieden werden, ob sich der Kauf einer Infrarotheizung auf die Dauer rechnet.

 

Bildquelle: easyTherm

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