Rosenpflege im Sommer

Blühender Rosengarten
4.5
Aktualisiert am 13.06.2018
Die Rose gilt als die Königin der Blumen. Und gerade in den Sommermonaten macht sie ihrem Ruf alle Ehre. Ihre Blütenpracht trägt die Rose über Monate. So ist sie heute zum festen Bestandteil vieler Gärten und Balkone geworden. Um aber ihr prachtvolles Aussehen zu erhalten, ist für die Rose im Sommer ein intensives Fitness-Programm angesagt. Wir zeigen, was bei der Rosenpflege im Sommer getan werden muss und wie man Pilzerkrankungen vorbeugen und Schädlingsbefall natürlich bekämpfen kann.

Rosen - Von Natur aus schön!

  • Rosenblüten im Morgentau
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    © perlphoto | Im Hochsommer zeigen sich Rosen von ihrer schönsten Seite. Gerade in den Morgenstunden verleihen sie jedem Garten eine…
  • Verdorrte Rosenblüten
    © diybook* | Auch das sind Rosen im Sommer: Irgendwann ist die Pracht vorbei und zurück bleiben verdorrte Blütenstände. Klar, dass hier…
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Rosen zählen zu den Gehölzen. Für gewöhnlich sind diese Pflanzen von Natur aus eher pflegearm. Bedingt durch die intensive Züchtungsarbeit zeigen sich Rosen mittlerweile jedoch anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und falsche Standortwahl als andere Pflanzen dieser Wuchsform. Daher ist die Rosenpflege gerade im Sommer nicht zu vernachlässigen. Besonders wichtig ist jetzt natürlich das aureichende Gießen der Pflanzen. Doch auch Maßnahmen, um Schädlingsbefall zu vermeiden, haben in den Sommermonaten besonderes Gewicht. Grund genug also, die wichtigsten Tipps zur Rosenpflege im Sommer hier einmal kompakt aufzulisten.

Das richtige Wässern - Grundlage jeder Rosenpflege

  • Morgendlicher Tau auf Rosenblättern
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    © diybook* | Die frühen Morgenstunden sind die ideale Tageszeit, um die Rosen zu gießen. Aber auch abends können Rosen unbeschadet…
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In der heißen Jahreszeit steht das Gießen als Klassiker auf der regelmäßigen To-Do-Liste der Pflanzenpflege, nicht nur bei der Rosengewächsen. Rosen lieben sonnige Lagen und setzen als große Büsche reichlich Wasser um. Entsprechend viel Wasser muss aus dem Boden nachgeliefert werden. Insbesondere warme, sandige Böden sollten als Teil der Rosenpflege im Sommer reichlicher gewässert werden, denn sie besitzen keine Speichermöglichkeiten, wie es bei schweren Lehm- oder Humusböden der Fall ist. Das Gießen ist idealerweise in den Morgen- oder Abendstunden vorzunehmen. Dabei wird die Pflanze nicht komplett überbraust, sondern das Wasser direkt dem Wurzelbereich zugeführt. Benetzte Blätter können je nach Anfälligkeit der Sorte an Sternrußtau oder Mehltau erkranken.

Pflanzenschutz - Pilzerkrankungen vorbeugen

  • Sternenrußtau
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    © diybook* | Braune Blätter und schwarze Punkte sind ein ernstes Zeichen für Pilzbefall: Sternrußtau macht sich breit. Befallene Blätter…
  • Rosenpflege als Vorbeugung gegen Pilzbefall
    © diybook* | Wie auch bei Balkonblumen ist es im Garten ratsam, abgestorbene Pflanzenteile wie verblühte Rosenköpfe mit der Gartenschere…
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Pilzerkrankungen sind die negativen Begleiterscheinungen bei der Rosenkultur. Vermeiden lässt sich ein Befall  nicht, denn die Pilzsporen verbreiten sich durch die Luft. Verschiedene Rosensorten sind besonders pilzanfällig. Sternrußtau und Mehltau sind häufig anzutreffen und zeigen sich durch auffällige Blattflecken bzw. einen mehlig weißen Pilzrasen. Abhilfe können Fungizide schaffen, die als Pflanzenschutzmittel gegen Pilzerkrankungen helfen.

Besser als die Behandlung ist jedoch die Vorbeugung, um Rosen effektiv zu pflegen. Denn Pilzerkrankungen können auch durch abgestorbene Pflanzenteile oder verblühte Blütenstände entstehen. Sie sind wie bei der Balkonbepflanzung regelmäßig zu entfernen. Mehrfach blühende Rosen werden dadurch nämlich auch zu einer neuen Blütenbildung angeregt.  Erste befallene Blätter werden sofort, aber vorsichtig entfernt und im Biomüll entsorgt. Die Entsorgung am Kompost wäre nicht von Vorteil.

Rosen pflegen gegen Fraßschäden

Abseits von Pilzerkrankungen gibt es aber noch andere Schädlinge, die den Rosen zusetzen können. So deuten angefressene Rosenblätter auf den Rosenwickler hin. Seine Raupen schädigen im Frühjahr Laub und Knospen durch Zusammenspinnen und Fraßschäden. Im Sommer können diese Schädlinge als bräunliche Falter beobachtet werden. Sie legen ihre Eier gerne an den Zweigen und Trieben ab. Dort verbleiben sie dann den gesamten Winter, um sich im Frühjahr an den Pflanzen zu laben. Um eine Verbreitung der Schädlinge einzudämmen und die eigenen Rosen zu pflegen und zu schützen, sind die Eiergelege unverzüglich zu entfernen.

Neben dem Rosenwickler gibt es aber noch andere Schmetterlingsraupen wie den Bürstenbinder, den Rosenspanner oder die Rosenfedermotte, welche größere Schäden an den Rosen anrichten können.

Spinnmilben natürlich bekämpfen

Ebenfalls keine seltene Erscheinung ist die Spinnmilbe. Ein Befall der Rose mit diesem Schädling zeigt sich schnell an zunächst zarten, später flächendeckenden Gespinsten, die oft zwischen Blattstiel und Zweig entstehen und bald ganze Blätter bedecken. Charakteristisch sind die kleinen dunklen Punkte, die sich durch dieses Gespinst bewegen. Vor allem Zimmerpflanzen sind schnell von Spinnmilben befallen und infizieren damit auch andere Gewächse. Will man seine Rosen pflegen, ist Abhilfe also dringend erforderlich, zumal befallene Rosen keinen optischen Reiz mehr ausüben.

Ein zuverlässiges Hausmittel, das ganz ohne Chemie auskommt, beruht darauf, dass Spinnmilben empfindlich gegenüber hoher Luftfeuchtigkeit sind. Ein durchsichtiger Plastiksack, z.B. ein Gefrierbeutel, wird für einige Tage über das komplette Rosengewächs gezogen. Bereits nach wenigen Stunden wird die Rose darin deutlich sichtbar schwitzen. Nach 4-5 Tagen sollte dann von den Spinnmilben nicht mehr viel zu sehen sein. Dank dieser schonenden Rosenpflege ist die Pflanze bald wieder sommertauglich.

Die Rosenpflege und das Ernten

  • Rosen in voller Pracht
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    © diybook* | Rosen sind nicht nur im Garten schön anzusehen. Zur Mittagszeit geerntet, bieten Rosenblüten die perfekte Basis für…
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Viele Rosensorten sind schnittverträglich und gelten als hervorragende Schnittblumen für die Vase. Geerntet werden sie im knospigen Stadium. Ein schräger Anschnitt am Stielende erhöht die Wasseraufnahme und verlängert die Haltbarkeit der Gartenschnittblume. Wer anderes mit den Rosen vorhat, sollte sie zur Mittagszeit ernten. Denn dann entfalten sie das beste Aroma. Die duftenden Blüten dienen dann als perfekte Basis für Rosenzucker, Duft- oder Teemischungen, z.B. als Kern einer Teeblume. Auch das ist eine Art, seine Rosen zu pflegen.

Die genannten Tipps und Hinweise helfen dabei, die Rosenpflege im Sommer auf einem hohen Stand zu halten und so die Rosen noch lange als wahre Augenzier zu erhalten.

Die Rose gilt als die Königin der Blumen. Und gerade in den Sommermonaten macht sie ihrem Ruf alle Ehre. Ihre Blütenpracht trägt die Rose über Monate. So ist sie heute zum festen Bestandteil vieler Gärten und Balkone geworden. Um aber ihr prachtvolles Aussehen zu erhalten, ist für die Rose im Sommer ein intensives Fitness-Programm angesagt. Wir zeigen, was bei der Rosenpflege im Sommer getan werden muss und wie man Pilzerkrankungen vorbeugen und Schädlingsbefall natürlich bekämpfen kann.
  • Rosenblüten im Morgentau
    © perlphoto | Im Hochsommer zeigen sich Rosen von ihrer schönsten Seite. Gerade in den Morgenstunden verleihen sie jedem Garten eine geradezu königliche Atmosphäre. Damit es so bleibt, ist aber auch die richtige Rosenpflege nötig.
  • Verdorrte Rosenblüten
    © diybook* | Auch das sind Rosen im Sommer: Irgendwann ist die Pracht vorbei und zurück bleiben verdorrte Blütenstände. Klar, dass hier Maßnahmen gefragt sind, um den Garten hübsch zu halten und Krankheiten unter den Rosen zu verhindern.
  • Morgendlicher Tau auf Rosenblättern
    © diybook* | Die frühen Morgenstunden sind die ideale Tageszeit, um die Rosen zu gießen. Aber auch abends können Rosen unbeschadet gewässert werden. Dabei sollten sie aber nie komplett übergossen werden, denn nasse Blätter können je nach Anfälligkeit an Sternrußtau oder Mehltau erkranken. Das Wasser wird daher immer direkt dem Wurzelbereich zugeführt.
  • Sternenrußtau
    © diybook* | Braune Blätter und schwarze Punkte sind ein ernstes Zeichen für Pilzbefall: Sternrußtau macht sich breit. Befallene Blätter werden als Maßnahme sofort entfernt und im Biomüll entsorgt. Wirklich helfen wird in der Regel aber nur ein Fungizid. Umweltbewusste Rosenzüchter sorgen daher besser vor, dass der Pilzbefall erst gar nicht auftritt, um ihre Rosen optimal zu pflegen.
  • Rosenpflege als Vorbeugung gegen Pilzbefall
    © diybook* | Wie auch bei Balkonblumen ist es im Garten ratsam, abgestorbene Pflanzenteile wie verblühte Rosenköpfe mit der Gartenschere regelmäßig zu entfernen. Dies sorgt nicht nur dafür, dass mehrfach blühende Rosen erneut Blüten bilden, sondern schützt die Rose auch vor Pilzbefall. Das Schneiden ist damit eine der wichtigsten Maßnahmen der Rosenpflege im Sommer.
  • Rosen in voller Pracht
    © diybook* | Rosen sind nicht nur im Garten schön anzusehen. Zur Mittagszeit geerntet, bieten Rosenblüten die perfekte Basis für Rosenzucker, Duft- oder auch Teemischungen. Die Ernte der Blüten bildet das Highlight der Rosenpflege im Sommer.
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Die Rose gilt als die Königin der Blumen. Und gerade in den Sommermonaten macht sie ihrem Ruf alle Ehre. Ihre Blütenpracht trägt die Rose über Monate. So ist sie heute zum festen Bestandteil vieler Gärten und Balkone geworden. Um aber ihr prachtvolles Aussehen zu erhalten, ist für die Rose im Sommer ein intensives Fitness-Programm angesagt. Wir zeigen, was bei der Rosenpflege im Sommer getan werden muss und wie man Pilzerkrankungen vorbeugen und Schädlingsbefall natürlich bekämpfen kann.
Werkzeuge: 
Gartenschere
Gartenschere
Die Gartenschere ist für jeden Gärtner und Gartenbesitzer ein Must-Have. Kaum ein anderes Werkzeug wird zwischen Gemüsebeet und Zierstrauch so oft benötigt. Und wenige andere Werkzeuge erweisen sich dabei als so vielseitig.
Gießkanne
Gießkanne
Die Gießkanne ist wahrlich des Gärtners bester Freund. Denn ohne regelmäßiges Bewässern der Pflanzen werden Garten, Terrasse oder Balkon recht schnell zu einer trostlosen Wüste. Vor allem in der warmen Sommerzeit muss ein Gärtner mehrmals am Tag gießen - was würde er da nur ohne seine Gießkanne tun?
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