Bodenausgleichsmasse richtig verarbeiten

Bodenausgleichsmasse wird auf dem Estrich aufgetragen
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Aktualisiert am 03.12.2017
Ein Boden hat es wahrlich nicht besonders leicht! Tagein tagaus trampeln wir auf ihm herum – mal mit Hausschuhen, mal mit Straßenschuhen. Wir schieben Schränke von einer Seite zur anderen, und ab und zu lassen wir auch den ein oder anderen Gegenstand darauf fallen. All das hinterlässt natürlich seine Spuren. Und dann kommt der Tag, an dem wir den Boden ohne Vorwarnung einfach herausreißen. Tja, aber dann das! Der Untergrund ist schief und von Rissen zerteilt. Ein neuer Boden sollte darauf nicht verlegt werden. Doch keine Angst, denn ein schiefer Estrich lässt sich recht einfach ausgleichen. In der nachfolgenden Anleitung zeigen wir, wie das Boden ausgleichen mit einer selbstnivellierenden Bodenausgleichsmasse auf Anhieb gelingt!
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Das Projekt: Bodenausgleichsmasse verarbeiten

Die Ausgangslage ist folgende: Seit knapp 15 Jahren wurde der Boden eines Kellerraums mit schönem Laminat überdeckt. Da der Raum als Kellerstüberl geplant war, schien die Wahl zu passen. Doch es kommt immer anders, als man denkt! Und so wurde der Raum schließlich nicht als Stüberl, sondern als Lagerraum verwendet. Diesen Belastungen war das Laminat natürlich nicht gewachsen: Die Nut-Feder- bzw. Klick-Verbindungen gingen irgendwann auf, und das Laminat war kaputt! Jetzt muss ein neuer Bodenbelag her, denn so kann das nicht bleiben. Also wurde der Boden kurzerhand entfernt und der Untergrund inspiziert.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Von gerade und eben kann hier nicht die Rede sein. Zudem ist der Boden von Rissen geteilt – kein Untergrund, auf dem irgendein Belag verlegt werden sollte, egal ob Fliesen, Laminat, Vinyl oder andere. Das sind zwei Probleme, die vor dem Verlegen des neuen Bodens auf jeden Fall in Angriff genommen werden müssen. Das Nivellieren des Bodens mit einer Bodenausgleichsmasse ist Inhalt dieses Artikels. Denn beim Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse gibt es einiges zu beachten. Das Verdübeln der Risse zeigen wir dann in einem anderen Artikel, der am Ende dieser Anleitung verlinkt ist. Aber nun ran ans Werk!

Werkzeug und Material

  • Grundausstattung: Eimer und Bürste
    zur Bildreihe
    © diybook | Wenn Bodenausgleichsmasse verarbeitet werden soll, gehören Bürste und Eimer zur Grundausrüstung. Tatsächlich kann man von den…
  • Eine Rolle Randdämmstreifen
    © diybook | Schwimmender Estrich setzt üblicherweise das Verlegen von Randdämmstreifen voraus. Wie auch immer: Wurden bereits früher…
  • Zahnkelle zum Kämmen der Bodenausgleichsmasse
    © diybook | Da die Bodenausgleichsmasse in der Regel sackweise angemischt wird, darf auch eine Zahnkelle nicht fehlen. Denn nur so lassen…
  • Rührwerk und Nivellux 35 von Profi-Baustoffe
    © diybook | Rührwerk und Rührstab dürfen bei diesem Projekt natürlich genauso wenig fehlen wie die passende Bodenausgleichsmasse. Wir…
  • Stachelwalze vor dem Einsatz
    © diybook | Auch die Stachelwalze gehört zum festen Repertoire, wenn es darum geht, Bodenausgleichsmasse zu verarbeiten. Denn nach dem…
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Um Bodenausgleichsmasse zu verarbeiten, braucht es natürlich auch Werkzeug und Material. So werden für die Vorarbeiten und die Grundierung ein Stoßspachtel bzw. eine Stoßscharre, ein Eimer, Tiefengrund und eine Malerbürste benötigt. Sind keine Randdämmstreifen mehr vorhanden bzw. bereits abgeschnitten, dann sollte auch ein solcher mit einer Stärke von mindestens 5 mm bereit liegen.

Für die Ausgleichsarbeiten braucht es dann noch einige Extra-Eimer, ein Rührwerk samt Mörtelrührer, eine Zahnkelle, eine Stachelwalze bzw. Entlüftungswalze sowie die selbstnivellierende Bodenausgleichsmasse selbst. Zum Einsatz kommt in diesem Projekt die PROFI NIVELLUX 35 von Profibaustoffe Austria GmbH.

Vor dem Aufbringen der Bodenausgleichsmasse

  • Unebenheiten im Boden bemessen
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    © diybook | Gleich zu Beginn einer der wichtigsten Schritte: Mit Richtlatte und Wasserwaage wird bestimmt, wie viele Millimeter am Boden…
  • Kleberreste mit der Stoßscharre beseitigen
    © diybook | Im einem nächsten Schritt werden Farbnasen, Kleberreste und andere Verunreinigungen des Bodens mit der Stoßscharre entfernt.…
  • Risse im Estrich
    © diybook | Sind wie hier auch Risse im Estrich vorhanden, müssen diese vorab noch verschlossen werden, damit sie sich nicht weiter…
  • Boden mit Baustellensauger reinigen
    © diybook | Zu guter Letzt werden der Untergrund sowie vor allem auch die Ecken noch einmal gründlich mit einem Baustellensauger abgefahren…
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Bevor jetzt gleich mit dem Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse begonnen wird, sind noch einige Vorarbeiten zu leisten, die für den Erfolg des Projektes von entscheidender Bedeutung sind. So sollte zuerst die Unebenheit des Estriches mit Hilfe einer Richtlatte bestimmt werden. Auf diese Weise lässt sich recht gut einschätzen, wie viel Material tatsächlich gebraucht wird und aufgetragen werden muss. In diesem Fall sind im Schnitt ca. 4 mm auszugleichen. Bei den 15 m² werden also ca. 100 kg Bodenausgleichsmasse (bei ca. 1,7 kg/ m² und pro mm Schichtdicke) benötigt. 

Als nächstes sind alle haftmindernden Stoffe wie alte Farbnasen, Kleberreste oder ähnliches mit der Stoßscharre zu entfernen. Denn der Boden muss trocken, fest,  tragfähig, fettfrei und staubfrei sein. Liegen Vertiefungen von mehr als 15 mm vor, sollten diese zuvor befüllt werden. Risse, wie sie bei diesem Estrich zu sehen sind, müssen immer verdübelt werden, um deren weitere Ausdehnung zu verhindern. Sind diese Vorarbeiten einmal erledigt, wird der Boden am besten mit einem Baustellensauger gereinigt.

Hinweis: Bauseitig vorhandene Dehnfugen dürfen weder verdübelt noch mit Ausgleichsmasse befüllt werden. Diese sind zwingend zu übernehmen und müssen entsprechend abgedichtet werden!

Estrich grundieren

  • Grundierung im Kübel vorlegen
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    © diybook | Ein saugkräftiger Untergrund ist vor dem Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse zwingend zu grundieren. Ansonsten würde er der…
  • Grundierung mit Malerbürste auftragen
    © diybook | Mit einer Malerbürste wird die Grundierung nun satt auf den Boden aufgetragen. Leicht ist zu sehen, wo der Grund bereits…
  • Grundierung einziehen lassen
    © diybook | Nun muss die Grundierung mind. 24 Stunden trocknen. Sobald die Grundierung richtig eingezogen ist, fällt sie mit bloßem Auge…
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Der nächste wichtige Schritt, bevor die Bodenausgleichsmasse aufgetragen wird, ist das Grundieren des Bodens. Dadurch wird die Saugfähigkeit des Bodens soweit reguliert, dass die Bodenausgleichsmasse gleichmäßig trocknen kann und nicht vom Untergrund regelrecht aufgesogen wird. Zudem werden durch die Grundierung alle eventuell noch vorhandenen Staubreste gebunden. 

Das Auftragen der Grundierung ist schnell geschehen. Die Grundierung muss lediglich in einem Eimer vorgelegt und dann satt mit der Malerbüste auf den Untergrund aufgetragen werden. Je nach Hersteller kann die Grundierung entweder gepinselt oder mit der Farbwalze aufgetragen werden. Im Anschluss muss (mind. 24 Stunden) gewartet werden, bis die Grundierung vollständig getrocknet ist.

Randdämmstreifen verlegen

  • Randdämmstreifen verlegen
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    © diybook | Falls schon der Estrich mit Randdämmstreifen verlegt wurde, sind solche jetzt auch vor dem Nivellieren anzubringen. Im…
  • Randdämmstreifen an die Wand kleben
    © diybook | Die mindestens 5 mm starken Randdämmstreifen werden nach und nach an der Wand entlang gezogen und noch einmal gut angedrückt.…
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Die letzte noch notwendige Vorbereitung ist das Anbringen von Randdämmstreifen – ein Thema, das immer wieder für Fragen sorgt. Denn nicht bei jedem Estrich müssen Randdämmstreifen verlegt werden. Generell kann gesagt werden, dass Randdämmstreifen, wenn solche bereits – wie bei jedem schwimmenden Estrich – vorhanden sind, auch weitergeführt werden müssen. Sind allerdings keine Randdämmstreifen vorhanden, wie z.B. im Falle des Verbundestriches, dann müssen diese auch beim Nivellieren mit Bodenausgleichsmasse nicht nachträglich ergänzt werden.

Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet nicht auf diesen Schritt und bringt ganz einfach Randdämmstreifen an. Denn das geht nicht nur schnell, sondern fällt auch nicht besonders ins Budget. Je nach Art des Dämmstreifens, der eine Dicke von mindesten 5 mm haben sollte, wird dieser entweder aufgeklebt oder mit einer Klammermaschine an der Wand angetackert. Zu guter Letzt ist noch darauf zu achten, dass alle angrenzenden Räume durch Türschwellen bzw. andere Maßnahmen abgedichtet sind. Ansonsten würde sich die Bodenausgleichsmasse unweigerlich auch in den benachbarten Räumen breit machen.

Bodenausgleichsmasse richtig anmischen

  • Wasser mit Messbecher vorlegen
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    © diybook | Um die Bodenausgleichsmasse richtig verarbeiten zu können, muss diese optimal angemischt werden. Dabei ist es entscheidend,…
  • Wasserstand beim Vorlegen markieren
    © diybook | Im ersten Durchgang wird das Wasser am besten genauestens mit dem Messbecher vorgelegt. Der Wasserstand im Eimer wird dann mit…
  • Bodenausgleichsmasse langsam dem Wasser zugeben
    © diybook | Für diesen Schritt sind zwei Personen erforderlich: Unter ständigem Rühren mit dem Rührwerk wird die Bodenausgleichsmasse…
  • Bodenausgleichsmasse gut durchmischen
    © diybook | Die Bodenausgleichsmasse wird für etwa eine Minute gut mit dem Rührwerk durchmischt. Am Ende muss daraus eine homogene Masse…
  • Bodenausgleichsmasse kurz entgasen lassen
    © diybook | Nach einer kurzen Pause von ca. einer halben Minute wird die Masse nochmals aufgerührt. Danach kann die Masse verarbeitet…
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Endlich kann nun die Bodenausgleichsmasse vorbereitet, besser gesagt angerührt werden. Dieser Schritt ist enorm wichtig! Denn wird die Masse nicht genau nach Herstellerangaben angemischt, dann muss das Projekt unweigerlich misslingen. Entscheidend ist die richtige Konsistenz, damit die Masse ihrer Funktion als selbstnivellierende Ausgleichsmasse auch gerecht wird. 

Es empfiehlt sich, das Wasser durch geeignete Hilfmittel wie einen Messbecher genau vorzulegen. Danach kann der benötigte Wasserstand mit Hilfe eines Markers gekennzeichnet werden. Das erleichert das spätere Vorlegen, vorausgesetzt der Messeimer bleibt sauber! Für das Anmischen werden dann auf jeden Fall zwei Personen benötigt, denn die Bodenausgleichsmasse muss unter ständigem Rühren bei geringer Drehzahl (max. 600 Umdrehungen/ Minute) für zirka eine Minute zu einer homogenen Masse verrührt werden. Nach ca. einer halben Minute Pause wird die Masse nochmals aufgerührt. Danach ist die Bodenausgleichsmasse einsatzbereit und kann verarbeitet werden.

Tipp: Es sollten immer ganze Säcke angemischt werden, denn das Experimentieren mit halben Säcken gelingt in den seltensten Fällen!

Bodenausgleichsmasse auftragen und verarbeiten

  • Ersten Eimer Ausgleichsmasse ausbringen
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    © diybook | Beim Ausbringen der Bodenausgleichsmasse wird immer in der hintersten Ecke des Zimmers begonnen. Ruhig und gleichmäßig wird der…
  • Bodenausgleichsmasse im Raum verteilen
    © diybook | Zum Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse bleiben nicht übermäßig viel Zeit. Daher sollten immer schon einige Ersatzeimer bereit…
  • Masse mit Zahnkelle kämmen
    © diybook | Mit der Zahnkelle wird der Fließvorgang sanft unterstützt. Das Durchkämmen der Masse hilft auch dabei, die verschiedenen…
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Da die Verarbeitungszeit der Bodenausgleichsmasse nicht allzu lang ausfällt, empfiehlt es sich, gleich mehere (zwei bis drei) Eimer anzumischen. Denn das Ausbringen selbst geht relativ schnell.

Dazu wird am besten in der hintersten Ecke des Raumes begonnen. Der Eimer wird langsam ausgeleert und die Ausgleichsmasse dabei gleichmäßig verteilt. Die Masse verläuft dann sofort in alle Richtungen und füllt vorhandene Unebenheiten zuverlässig auf. Zu dünn darf die Bodenausgleichsmasse aber nicht geraten, denn die Mindestschichtdicke beträgt in den meisten Fällen 2-3 mm. Mit einer Zahnkelle sollte die Masse noch etwas duchkämmt werden. Das hilft nicht nur beim Fließvorgang, sondern sorgt auch dafür, dass die verschiedenen Gebinde durchmengt werden. Denn nur so sieht der Boden am Ende aus wie aus einem Guss!

HInweis: Selbst wenn immer exakt die gleiche Menge Wasser verwendet wird, wären ohne eine Durchkämmung der Gebindegrenzen die verschiedenen Gebinde deutlich voneinander zu unterscheiden. Aus technischer Sicht stört das zwar nicht, ist aber nicht so hübsch anzusehen.

  • Boden mit Stachelwalze abrollen
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    © diybook | Am Ende muss der neue Belag noch entlüftet werden. Denn beim Ausbringen haben sich hier kleine Luftblasen gebildet. Diese…
  • Bodenausgleichsmasse abschnittsweise verarbeiten
    © diybook | Der Einsatz der Stachelwalze kann ganz zum Schluss erfolgen. Oder die Bodenausgleichsmasse wird abschnittsweise aufgetragen und…
  • Fertig nivellierter Boden
    © diybook | Geschafft! Der Raum ist vollständig nivelliert. Nach ca. 4-6 Stunden ist der Boden bereits begehbar. Verlegt werden darf aber…
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Auf diese Weise wird nacheinander abwechselnd die Bodenausgleichsmasse angemischt, wieder ausgeleert und sanft durchkämmt. Als letztes kommt schließlich die Stachelwalze zum Einsatz. Damit der Boden am Ende nicht von kleinen Luftblasen übersät ist, wird die Ausgleichsmasse in Bahnen abgewalzt. Alle eventuell vorhandenen Luftbläschen werden hierbei zerstochen und eine absolut plane und ebene Fläche entsteht.

Der Einsatz der Stachelwalze kann je nach größe des Raumes entweder zwischendurch oder am Ende des Ausgießens erfolgen. Die eben nivellierte Fläche darf dabei aber nur mit entsprechenden Nagelschuhen betreten werden. Anderenfalls wäre die bisherige Arbeit umsonst!

Ergebnis

  • Fertig nivellierter Boden
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    © diybook | Geschafft! Der Raum ist vollständig nivelliert. Nach ca. 4-6 Stunden ist der Boden bereits begehbar. Verlegt werden darf aber…
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Dann ist es auch schon geschafft und der Raum ist nivelliert! Der Bodenausgleichsmasse sei dank! Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: eine absolut perfekte glatte Oberfläche ist entstanden und wartet nur darauf, mit einem neuen Bodenbelag belegt zu werden.

Und jetzt mal ehrlich: Eine Bodenausgleichsmasse richtig zu verarbeiten ist nicht so schwer, wie es klingt, oder? In diesem Sinne wünschen wir viel Glück mit dem eigenen Projekt. Und bei Fragen stehen wir Dir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung!

Ein Boden hat es wahrlich nicht besonders leicht! Tagein tagaus trampeln wir auf ihm herum – mal mit Hausschuhen, mal mit Straßenschuhen. Wir schieben Schränke von einer Seite zur anderen, und ab und zu lassen wir auch den ein oder anderen Gegenstand darauf fallen. All das hinterlässt natürlich seine Spuren. Und dann kommt der Tag, an dem wir den Boden ohne Vorwarnung einfach herausreißen. Tja, aber dann das! Der Untergrund ist schief und von Rissen zerteilt. Ein neuer Boden sollte darauf nicht verlegt werden. Doch keine Angst, denn ein schiefer Estrich lässt sich recht einfach ausgleichen. In der nachfolgenden Anleitung zeigen wir, wie das Boden ausgleichen mit einer selbstnivellierenden Bodenausgleichsmasse auf Anhieb gelingt!
  • Grundausstattung: Eimer und Bürste
    © diybook | Wenn Bodenausgleichsmasse verarbeitet werden soll, gehören Bürste und Eimer zur Grundausrüstung. Tatsächlich kann man von den Eimern gar nicht genug bekommen, denn die Masse will eilig angemischt und verteilt werden. Doch sauber müssen die Eimer sein!
  • Eine Rolle Randdämmstreifen
    © diybook | Schwimmender Estrich setzt üblicherweise das Verlegen von Randdämmstreifen voraus. Wie auch immer: Wurden bereits früher Randdämmstreifen verlegt, sollte das auch in diesem Fall fortgesetzt werden. Verwendet werden hier Randdämmstreifen mit einer Stärke von mindestens 5 mm.
  • Zahnkelle zum Kämmen der Bodenausgleichsmasse
    © diybook | Da die Bodenausgleichsmasse in der Regel sackweise angemischt wird, darf auch eine Zahnkelle nicht fehlen. Denn nur so lassen sich die verschiedenen Gebinde am Boden gut vermengen.
  • Rührwerk und Nivellux 35 von Profi-Baustoffe
    © diybook | Rührwerk und Rührstab dürfen bei diesem Projekt natürlich genauso wenig fehlen wie die passende Bodenausgleichsmasse. Wir verlassen uns auf die PROFI NIVELLUX 35 von Profibaustoffe Austria GmbH, einer leicht zu verarbeitenden Masse auf Zementbasis, die sich auch für Fußbodenheizungen eignet.
  • Stachelwalze vor dem Einsatz
    © diybook | Auch die Stachelwalze gehört zum festen Repertoire, wenn es darum geht, Bodenausgleichsmasse zu verarbeiten. Denn nach dem Auftragen befinden sich im Belag noch Lufteinschlüsse, die beseitigt werden müssen.
  • Unebenheiten im Boden bemessen
    © diybook | Gleich zu Beginn einer der wichtigsten Schritte: Mit Richtlatte und Wasserwaage wird bestimmt, wie viele Millimeter am Boden ausgeglichen werden müssen, um alle Unebenheiten zu beseitigen. Daraus bemisst sich der Bedarf an Bodenausgleichsmasse. Pro mm Schichtdicke sind hier 1,7 kg/ m² anzusetzen.
  • Kleberreste mit der Stoßscharre beseitigen
    © diybook | Im einem nächsten Schritt werden Farbnasen, Kleberreste und andere Verunreinigungen des Bodens mit der Stoßscharre entfernt. Der Untergrund muss nämlich nicht nur fest und tragfähig, sondern auch trocken, fett- und staubfrei sein – mit einem Wort: sauber!
  • Risse im Estrich
    © diybook | Sind wie hier auch Risse im Estrich vorhanden, müssen diese vorab noch verschlossen werden, damit sie sich nicht weiter ausbreiten. Wie sich solche Risse dübeln lassen, verraten wir im nächsten Teil dieser Anleitung.
  • Boden mit Baustellensauger reinigen
    © diybook | Zu guter Letzt werden der Untergrund sowie vor allem auch die Ecken noch einmal gründlich mit einem Baustellensauger abgefahren. So wird sichergestellt, dass der Boden wirklich staubfrei ist.
  • Grundierung im Kübel vorlegen
    © diybook | Ein saugkräftiger Untergrund ist vor dem Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse zwingend zu grundieren. Ansonsten würde er der aufgetragenen Masse später voreilig das Wasser entziehen. Die Grundierung wird in einem sauberen Eimer vorgelegt.
  • Grundierung mit Malerbürste auftragen
    © diybook | Mit einer Malerbürste wird die Grundierung nun satt auf den Boden aufgetragen. Leicht ist zu sehen, wo der Grund bereits behandelt wurde. Wenn die Grundierung dafür geeignet ist, kann auch mit einer Farbrolle gearbeitet werden.
  • Grundierung einziehen lassen
    © diybook | Nun muss die Grundierung mind. 24 Stunden trocknen. Sobald die Grundierung richtig eingezogen ist, fällt sie mit bloßem Auge kaum noch auf.
  • Randdämmstreifen verlegen
    © diybook | Falls schon der Estrich mit Randdämmstreifen verlegt wurde, sind solche jetzt auch vor dem Nivellieren anzubringen. Im Zweifelsfalls ist es jedenfalls immer eine gute Idee Randdämmstreifen zu verwenden; zumal diese auch nicht wirklich teuer sind.
  • Randdämmstreifen an die Wand kleben
    © diybook | Die mindestens 5 mm starken Randdämmstreifen werden nach und nach an der Wand entlang gezogen und noch einmal gut angedrückt. In unserem Fall kommen selbsthaftende Streifen zum Einsatz. Andere lassen sich aber auch an die Wand tackern.
  • Wasser mit Messbecher vorlegen
    © diybook | Um die Bodenausgleichsmasse richtig verarbeiten zu können, muss diese optimal angemischt werden. Dabei ist es entscheidend, dass exakt die in den Herstellerangaben verwendete Menge an Wasser vorgelegt wird. Stimmt später die Konsistenz nicht, kann sich die Masse nicht selbst nivellieren.
  • Wasserstand beim Vorlegen markieren
    © diybook | Im ersten Durchgang wird das Wasser am besten genauestens mit dem Messbecher vorgelegt. Der Wasserstand im Eimer wird dann mit einem wasserfesten Stift markiert. In den folgenden Durchgängen kann das Wasser nun einfach bis zur Marke aufgefüllt werden.
  • Bodenausgleichsmasse langsam dem Wasser zugeben
    © diybook | Für diesen Schritt sind zwei Personen erforderlich: Unter ständigem Rühren mit dem Rührwerk wird die Bodenausgleichsmasse langsam ins Wasser gegeben. Die Drehzahl sollte 600 Umdrehungen/ Minute nicht überschreiten.
  • Bodenausgleichsmasse gut durchmischen
    © diybook | Die Bodenausgleichsmasse wird für etwa eine Minute gut mit dem Rührwerk durchmischt. Am Ende muss daraus eine homogene Masse entstanden sein.
  • Bodenausgleichsmasse kurz entgasen lassen
    © diybook | Nach einer kurzen Pause von ca. einer halben Minute wird die Masse nochmals aufgerührt. Danach kann die Masse verarbeitet werden.
  • Ersten Eimer Ausgleichsmasse ausbringen
    © diybook | Beim Ausbringen der Bodenausgleichsmasse wird immer in der hintersten Ecke des Zimmers begonnen. Ruhig und gleichmäßig wird der Eimer ausgeleert, so dass sich die Masse optimal ausbreiten kann.
  • Bodenausgleichsmasse im Raum verteilen
    © diybook | Zum Verarbeiten der Bodenausgleichsmasse bleiben nicht übermäßig viel Zeit. Daher sollten immer schon einige Ersatzeimer bereit stehen. Eine Person bringt die Masse aus, während die andere weitere Gebinde vorbereitet.
  • Masse mit Zahnkelle kämmen
    © diybook | Mit der Zahnkelle wird der Fließvorgang sanft unterstützt. Das Durchkämmen der Masse hilft auch dabei, die verschiedenen Gebinde besser zu durchmengen. So entsteht ein einheitlicher Boden.
  • Boden mit Stachelwalze abrollen
    © diybook | Am Ende muss der neue Belag noch entlüftet werden. Denn beim Ausbringen haben sich hier kleine Luftblasen gebildet. Diese werden mit einer Stachelwalze beseitigt.
  • Bodenausgleichsmasse abschnittsweise verarbeiten
    © diybook | Der Einsatz der Stachelwalze kann ganz zum Schluss erfolgen. Oder die Bodenausgleichsmasse wird abschnittsweise aufgetragen und daraufhin sofort entlüftet. Das Vorgehen hängt letztlich von der Größe des Raumes ab.
  • Fertig nivellierter Boden
    © diybook | Geschafft! Der Raum ist vollständig nivelliert. Nach ca. 4-6 Stunden ist der Boden bereits begehbar. Verlegt werden darf aber erst nach ca. 1 Tag (abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schichtdicke). Es war gar nicht so schwer, die Bodenausgleichsmasse zu verarbeiten, oder?
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Wir wollen renovieren: Ein neuer Boden kommt ins Haus, und die Motivation ist anfangs groß. Doch dann das! Unter dem alten Bodenbelag zeigt sich überdeutlich eine erhebliche Schieflage. Zudem ist der Untergrund von Rissen zerklüftet. So können wir den neuen Boden jedenfalls nicht verlegen! Es hilft nichts, wir müssen vorher den Boden ausgleichen – und zwar mit selbstnivellierender Bodenausgleichsmasse!

Also frisch ans Werk! Die Schäden im Untergrund richten wir, indem wir die Risse dübeln. Danach kann dann auch der Ausgleich erfolgen. Und wie das genau funktioniert, zeigen wir in dieser Video-Anleitung! Wir erklären Schritt für Schritt, wie sich mit Bodenausgleichsmasse – konkret der Masse Nivellux 35 von Profi-Baustoffe – arbeiten lässt: vom Anmischen, über die Verarbeitung bis hin zum Entlüften. So bleiben garantiert keine Fragen unbeantwortet!

Ein Boden hat es wahrlich nicht besonders leicht! Tagein tagaus trampeln wir auf ihm herum – mal mit Hausschuhen, mal mit Straßenschuhen. Wir schieben Schränke von einer Seite zur anderen, und ab und zu lassen wir auch den ein oder anderen Gegenstand darauf fallen. All das hinterlässt natürlich seine Spuren. Und dann kommt der Tag, an dem wir den Boden ohne Vorwarnung einfach herausreißen. Tja, aber dann das! Der Untergrund ist schief und von Rissen zerteilt. Ein neuer Boden sollte darauf nicht verlegt werden. Doch keine Angst, denn ein schiefer Estrich lässt sich recht einfach ausgleichen. In der nachfolgenden Anleitung zeigen wir, wie das Boden ausgleichen mit einer selbstnivellierenden Bodenausgleichsmasse auf Anhieb gelingt!
Werkzeuge: 
Wasserwaage
Wasserwaage
Wasserwaagen kennt gewiss jeder Heimwerker, da ohne sie ein korrektes und ebenmäßiges Arbeiten kaum möglich wäre. Dies beginnt beim Aufhängen von Bildern und endet bei waagerechten Mauern.
Richtscheit
Richtscheit
Wer den Richtscheit nicht kennt denkt vermutlich zuallererst an ein Werkzeug aus Holz. Das mag heute zwar nicht mehr zutreffen war früher aber gang und gäbe. Der Richtscheit, auch Abziehlatte genannt, ist unentbehrlich für Maurer-, Putz- oder sonstige Bauarbeiten.
Zahnkelle
Zahnkelle
Wer sich selbst schon einmal im Fliesenlegen versucht hat, wird die Zahnkelle bereits kennen. Sie ist eines der Standardwerkzeuge des Bodenlegers. Ihre einfache Form aber täuscht! Tatsächlich erfordert der Umgang mit der Zahnkelle einiges an Einübung.
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
"Die Mischung macht's!" Mit einem echten Rührwerk sind sowohl Handwerker wie auch Heimwerker in der Lage, Farben, Lasuren und Lacke, aber auch Fliesenkleber, Mörtel sowie andere Substanzen gründlich zu vermengen, ohne dabei Gefahr zu laufen, die geliebte Bohrmaschine zu überlasten.
Stachelwalze / Entlüftungswalze
Stachelwalze / Entlüftungswalze
Entlüftungswalzen - auch Stachelwalzen genannt - sind mit Stacheln versehene Walzen, welche die Kraterbildung beim Beschichten von Böden verhindern.
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Materialien: 
Grundierung - Tiefengrund
Grundierung - Tiefengrund
Grundierungen sind beim Malern, Streichen und Tapezieren nicht mehr wegzudenken. Ohne Grundierungen haften viele Materialien nicht ausreichend, was so einige Arbeiten unmöglich machen würde. Außerdem verhindern sie bei Farben, Putz und Mörtel Verfärbungen durch ungleichmäßigen Wasserentzug.
Randdämmstreifen
Randdämmstreifen
So unscheinbar und unspektakulär sie auf den ersten Blick wirken, so unangenehm können die Folgen sein, wenn sie vergessen werden! Randdämmstreifen trennen und entkoppeln Bauelemente und sorgen für effektiven Schall-, Wärme- und Kälteschutz.
Ausgleichsmasse - Nivelliermasse
Ausgleichsmasse - Nivelliermasse
An manchen Tagen gerät der Estrich einfach nicht so, wie er soll. Aber auch bei Altbeständen, oder wenn über einen alten Belag verlegt wird, herrscht meist ungewollte Schieflage. Ein unmittelbares Verlegen des Bodenbelags kommt dann nicht mehr in Frage.
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