Bergwelt für daheim: Die 17 beliebtesten Steingartenpflanzen

Leimkraut verschönert den Steingarten
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Aktualisiert am 12.09.2016
Die Bezeichnungen "Steingartenpflanzen" und "alpine Gewächse" ließen auf den ersten Blick vermuten, dass die darunter zusammengefasste Flora nur unter sehr speziellen Bedingungen wachsen kann. Doch die Blumen aus den Bergen sind auch im Flachland zu halten! Manche Vertreter der Steingartenpflanzen geben sich zwar recht schwierig. Aber auch sie wachsen an optimierten Standorten im Steingarten völlig problemlos. Wir stellen 17 Steingartenpflanzen vor, die in keinem Steinbeet fehlen sollten, und verraten, worauf bei ihnen besonders zu achten ist!

Bergnatur für den Garten

  • Blühende Steingartenpflanzen
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    © diybook* | Auch wenn sie ursprünglich aus luftigeren Höhenlagen stammen, machen sich Steingartenpflanzen auch im Flachland gut. Mit etwas…
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Steingartenpflanzen sind beliebte Sammlerobjekte. Denn für Bergliebhaber sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Gebirges, den sie auch gerne zuhause genießen möchten. Aufgrund ihrer Herkunft stellen Steingartenpflanzen und alpine Gewächse etwas speziellere Anforderungen an ihre Standortwahl als gewöhnliche Stauden. Sie benötigen einen guten Wasserabzug sowie luftige bis zugige Plätze in meist vollsonniger Lage. Geschotterter Boden ist optimal, denn so können Blätter und Polster schneller abtrocknen.

Die meisten Steingartenpflanzen bilden häufig kleine Polster und Kissen. Sie blühen schon im Frühjahr, also etwas zeitiger als an ihrem ursprünglichen Standort in der Natur. Die frühe Blüte stellt gleichzeitig den größten Nachteil eines Steingartens dar, denn nach ihr folgen keine großen Farbtupfer mehr. Ab dem Sommer kehrt somit eine gewisse Farblosigkeit in den Steingarten ein. Ein Rückschnitt und Durchputzen sorgt jedoch immerhin für frisches sauberes Grün zwischen den Steinen.

Beliebte Steingartenpflanzen

  • Alpenenzian in voller Blüte
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    © diybook* | Wie blau der Enzian blüht, weiß heute bereits jedes Kind. Trotzdem haben ihn die wenigsten in natura gesehen, denn Alpenenzian…
  • Seltenes Edelweiß in Hanglage
    © diybook* | Ein besonders seltener Vertreter der Steingartenpflanzen ist das berühmte Edelweiß. Die Pflanze steht heute unter strengem…
  • Stängelloses Leimkraut auf Geröllbeet
    © diybook* | Das Stängellose Leimkraut wartet mit einer Besonderheit vieler Steingartenpflanzen auf: Es wächst in dicht stehenden,…
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Alpenenzian (Gentiana acaulis) ist wohl eine der bekanntesten Steingartenpflanzen. Seine blauen Blüten leuchten bereits aus der Ferne und begeistern jeden Steingärtner. Der Boden sollte gut durchlässig sein, aber im Untergrund gleichmäßige Feuchte aufweisen. Denn häufiges Gießen von oben verträgt die Pflanze schlecht.

Das Edelweiß (Leontopodium alpinum) ist auch in den Alpen nur noch selten zu finden. Sonnige Lagen und gut durchlässige Erde sind ein Muss. Von aufgedüngten Pflanzen im Handel sollte Abstand genommen werden, denn sie wachsen kaum im Garten an.

Das Stängellose Leimkraut (Silene acaulis) bildet flache dichte Polster aus und blüht mit kleinen rosa Blüten sehr reich. Es lässt sich am besten in Fugen oder zwischen Steinen ansiedeln.

  • Junger Königssteinbrech in lockerem Boden
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    © diybook* | Der Königssteinbrech bildet grüne Rosetten aus, die ihn fast wie einen Seeigel erscheinen lassen. Nach mehreren Jahren…
  • Siegwurz in der Blütezeit
    © diybook* | Der Siegwurz gehört zu den Gladiolen und gibt sich in der Blüte entsprechend prachtvoll. Danach zieht sich das Gewächs…
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Der Königssteinbrech (Saxifraga longifolia) macht seiner deutschen Bezeichnung alle Ehre. Er bildet eine fantastische Rosette aus und blüht nach einigen Jahren überreich an einer Rispe und versamt sich zwischen den Steinen. Nach der Blüte jedoch stirbt die Pflanze, die aufgrund ihrer Herkunft auch Pyrenäen-Steinbrech genannt wird, ab.

Das Seealpen-Primel (Primula marginata) ist eine wunderschöne Staude, die durch ihre gezackten Blattränder begeistert. Zudem blüht sie im Frühjahr üppig und ausdauernd in violetten Blüten. Die Pflanze verträgt auch leichten Halbschatten.

Der Siegwurz (Gladiolus communis) ist eigentlich eine kleine winterharte Gladiole, die im Steingarten zu einem Blickfänger wird. Nach der Blüte zieht sich die Pflanze zurück und die Knollen ruhen bis zum nächsten Jahr.

  • Violetter Felsenteller
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    © diybook* | Das Freiland-Usambaraveilchen, im Steingarten besser als Felsenteller bekannt, gibt es nicht nur mit den augenfälligen…
  • Mittagsblumen mit auffälliger Blütenzier
    © diybook* | Mittagsblumen bieten ausnahmsweise auch später im Jahr noch etwas für das Auge. Das garantieren die grellen, rot-gelben Blüten…
  • Büschelglocken während der Blüte
    © diybook* | Büschelglocken zählen zu den selteneren Vertretern unter den Steingartenpflanzen, sind aber in ihren Anforderungen dafür umso…
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Eine Seltenheit ist der Felsenteller (Ramonda myconi), der auch als Freiland-Usambaraveilchen bezeichnet wird. Aus den dichten Rosetten treiben im Frühjahr violette, weiße oder rosa Blüten. Die Pflanze liebt kühlere Standorte auf der sonnenabgewandten Seite des Steingartens.

Alpenbalsam (Erinus alpinus) wächst unkompliziert im Steingarten und lockt mit seinen Blüten zahlreiche Insekten an.

Winterharte Mittagsblumen (Delosperma) sind die spätblühenden Farbtupfer im Steingarten. Das sukkulente (immergrüne) Laub sollte im Winter mit etwas Reisig vor Kahlfrösten geschützt werden.

Sehr selten sind Büschelglocken (Edraianthus), die von Liebhabern stark gesucht werden. Sie benötigen einen hervorragenden Wasserabzug und Sonnenlagen.

  • Hauswurz mit roten Blüten
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    © diybook* | Der Hauswurz lässt sich ohne Weiteres zwischen Steinen ziehen, wo er weitreichende, jedoch pflegeleichte Polster ausbildet.…
  • © diybook* | Blaukissen geben sich im Steingarten besonders pflegeleicht und bilden hier dichte Blütenpolster aus. Werden sie direkt nach…
  • Steinkraut mit gelber Blütenzier
    © diybook* | Steinkraut wächst im Steinbeet genau wie an Trockenmauern. Mit seinen zahlreichen gelben Blüten setzt er hier meisterhafte…
  • Schleifenblume zwischen zwei Steinen
    © diybook* | Die Schleifenblume bildet immergrüne Kissen aus, die auch im Winter noch für etwas Leben im Garten sorgen. Doch auch hier…
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Vom Hauswurz (Sempervivum) gibt es unendlich viele Hybriden, die sich dekorativ in der Laubfärbung unterscheiden. Zwischen Steinen bilden sie pflegeleichte Polster.

Blaukissen (Aubrieta) sind pflegeleichte Blütenpolster im Steingarten. Sie blühen früh und wachsen problemlos. Durch einen radikalen Rückschnitt nach der Blüte treiben die Polster zu neuem frischen Grün.

Das Steinkraut (Aurinia saxatilis) blüht im Frühjahr überreich und schmückt Steingärten und Trockenmauern. Nach der Blüte ist ein starker Rückschnitt empfehlenswert.

Dekorative immergrüne Kissen bildet die Schleifenblume (Iberis). Mit ihren weißen Blüten wird sie zu einem Leuchtpunkt im Steingarten. Verblühte Pflanzenteile sind zu entfernen.

  • Igelpolster macht seinem Namen Ehre
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    © diybook* | Der Igelpolster ähnelt zunächst einem Heckengewächs, besteht aber in Wirklichkeit aus zahlreichen immergrünen Rosetten. Diese…
  • Schönes, aber giftiges Adonisröschen
    © diybook* | Zum Abschluss noch einige seltene Steingartenpflanzen, die es in sich haben: Das begehrte Adonisröschen etwa ist schön…
  • Blütenglocken der Küchenschelle
    © diybook* | Auch die Küchenschelle ist ein Genuss für das Auge, bildet sie doch im Frühjahr besonders ansprechende Blütenglocken aus.…
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Igelpolster (Acantholimon) bilden dichte aufgewölbte Polster, die aus immergrünen Rosetten bestehen. Die Pflanzen wachsen sehr langsam und reagieren bei starkem Kahlfrost empfindlich.

Adonisröschen (Adonis vernalis) sind sehr seltene und begehrte Steingartenpflanzen. Sie lieben trockene kalkhaltige Böden und sind sehr nachtragend beim Umpflanzen und Vermehren. Adonisröschen gehören zu den Giftpflanzen.

Die Küchenschelle (Pulsatilla) bildet wunderschöne Blütenglocken im zeitigen Frühjahr aus. Unnötiger Hautkontakt sollte jedoch vermieden werden, da sie zu den Giftpflanzen gehört.

Die Bezeichnungen "Steingartenpflanzen" und "alpine Gewächse" ließen auf den ersten Blick vermuten, dass die darunter zusammengefasste Flora nur unter sehr speziellen Bedingungen wachsen kann. Doch die Blumen aus den Bergen sind auch im Flachland zu halten! Manche Vertreter der Steingartenpflanzen geben sich zwar recht schwierig. Aber auch sie wachsen an optimierten Standorten im Steingarten völlig problemlos. Wir stellen 17 Steingartenpflanzen vor, die in keinem Steinbeet fehlen sollten, und verraten, worauf bei ihnen besonders zu achten ist!
  • Blühende Steingartenpflanzen
    © diybook* | Auch wenn sie ursprünglich aus luftigeren Höhenlagen stammen, machen sich Steingartenpflanzen auch im Flachland gut. Mit etwas Umsicht und Pflege lassen sich zahlreiche Pflanzensorten zu wunderbaren Arrangements verbinden, die schon zeitig im Frühjahr ihre volle Pracht entfalten.
  • Alpenenzian in voller Blüte
    © diybook* | Wie blau der Enzian blüht, weiß heute bereits jedes Kind. Trotzdem haben ihn die wenigsten in natura gesehen, denn Alpenenzian ist sensibel und entsprechend selten. Auch im Garten ist darauf zu achten, dass die Blumen nicht zu viel Nässe von oben erfahren. Stattdessen sollte der durchlässige Untergrund stets gleichmäßig feucht gehalten werden.
  • Seltenes Edelweiß in Hanglage
    © diybook* | Ein besonders seltener Vertreter der Steingartenpflanzen ist das berühmte Edelweiß. Die Pflanze steht heute unter strengem Naturschutz und ist auch im Garten selten anzutreffen. Denn aufgedüngte Exemplare, wie sie im Handel angeboten werden, wollen hier nicht recht Fuß fassen.
  • Stängelloses Leimkraut auf Geröllbeet
    © diybook* | Das Stängellose Leimkraut wartet mit einer Besonderheit vieler Steingartenpflanzen auf: Es wächst in dicht stehenden, bodennahen Polstern. Die genügsamen Pflanzen halten sich auch zwischen Steinen und in Fugen ohne Schwierigkeiten und erfreuen trotzdem mit zahlreichen rosafarbenen Blüten.
  • Junger Königssteinbrech in lockerem Boden
    © diybook* | Der Königssteinbrech bildet grüne Rosetten aus, die ihn fast wie einen Seeigel erscheinen lassen. Nach mehreren Jahren entsteht dann allerdings eine lange Rispe mit zahllosen Blüten. Nach der Selbstaussaat stirbt das Gewächs schließlich ab.
  • Siegwurz in der Blütezeit
    © diybook* | Der Siegwurz gehört zu den Gladiolen und gibt sich in der Blüte entsprechend prachtvoll. Danach zieht sich das Gewächs allerdings zurück, während die Knollen im Boden überwintern.
  • Violetter Felsenteller
    © diybook* | Das Freiland-Usambaraveilchen, im Steingarten besser als Felsenteller bekannt, gibt es nicht nur mit den augenfälligen violetten Blüten, sondern auch in weiß und rosa. Dass es sonnenabgewandte und kühlere Lagen im Beet bevorzugt, macht es zu einem ganz besonderen Unikat im Beet.
  • Mittagsblumen mit auffälliger Blütenzier
    © diybook* | Mittagsblumen bieten ausnahmsweise auch später im Jahr noch etwas für das Auge. Das garantieren die grellen, rot-gelben Blüten. Die Pflanze ist winterhart und behält auch in der kalten Jahreszeit ihr Blattwerk. Dieses muss allerdings gezielt gegen Kahlfröste geschützt werden.
  • Büschelglocken während der Blüte
    © diybook* | Büschelglocken zählen zu den selteneren Vertretern unter den Steingartenpflanzen, sind aber in ihren Anforderungen dafür umso typischer. Sie bevorzugen sonnige Lagen und einen wasserdurchlässigen Boden.
  • Hauswurz mit roten Blüten
    © diybook* | Der Hauswurz lässt sich ohne Weiteres zwischen Steinen ziehen, wo er weitreichende, jedoch pflegeleichte Polster ausbildet. Seine intensiv gefärbten Blüten brechen bald darauf das triste Grau in Grau der Steinformation. Es existieren zahlreiche Hybriden unterschiedlichster Laubfärbung.
  • © diybook* | Blaukissen geben sich im Steingarten besonders pflegeleicht und bilden hier dichte Blütenpolster aus. Werden sie direkt nach der Blüte gestutzt, belohnen sie Gartenfreunde noch einmal mit frischem Grün.
  • Steinkraut mit gelber Blütenzier
    © diybook* | Steinkraut wächst im Steinbeet genau wie an Trockenmauern. Mit seinen zahlreichen gelben Blüten setzt er hier meisterhafte Akzente. Auch bei Steinkraut empfiehlt sich nach der Blüte ein deutlicher Rückschnitt.
  • Schleifenblume zwischen zwei Steinen
    © diybook* | Die Schleifenblume bildet immergrüne Kissen aus, die auch im Winter noch für etwas Leben im Garten sorgen. Doch auch hier besteht das eigentliche Highlight in der schönen Blüte. Verblühte Pflanzenteile sollten allerdings immer gleich beseitigt werden.
  • Igelpolster macht seinem Namen Ehre
    © diybook* | Der Igelpolster ähnelt zunächst einem Heckengewächs, besteht aber in Wirklichkeit aus zahlreichen immergrünen Rosetten. Diese wölben sich jedoch auf und verleihen der Pflanze damit ihr unverwechselbares Aussehen.
  • Schönes, aber giftiges Adonisröschen
    © diybook* | Zum Abschluss noch einige seltene Steingartenpflanzen, die es in sich haben: Das begehrte Adonisröschen etwa ist schön anzusehen, aber auch giftig. Zum Glück muss die Pflanze auch gar nicht angegriffen werden, denn ein Umpflanzen verzeiht sie nur ungern.
  • Blütenglocken der Küchenschelle
    © diybook* | Auch die Küchenschelle ist ein Genuss für das Auge, bildet sie doch im Frühjahr besonders ansprechende Blütenglocken aus. Dennoch sollte hier jede Berührung vermieden werden. Denn auch dieser Vertreter der Steingartenpflanzen ist leider giftig!
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